Studierende bauen im Sommer auf der Gartenschau

Architekturstudierende der TH Nürnberg entwickelten im Wintersemester innovative Entwürfe für einen Pavillon der jungen Gartenschau und eine Bühne im Kurpark. Nun wurden die besten Arbeiten ausgezeichnet – und einige davon sollen im Sommer tatsächlich gebaut werden.

Am 17. Dezember um 10 Uhr war es so weit: Zwölf Masterstudierende der Architektur an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm stellen ihre Entwürfe vor: Modelle werden aufgestellt, Pläne erläutert, Konzepte erklärt. Im Rahmen des Moduls DESIGN.BUILD COMPETITION haben sie sich im Wintersemester einer anspruchsvollen Aufgabe gestellt: der Entwicklung einer Bühne für den Kurpark sowie eines Pavillons für die Junge Gartenschau im Landschaftspark. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Gestaltung, sondern vor allem die Frage nach einer nachhaltigen, wiederverwendbaren Konstruktion. Geplant werden sollte mit nachwachsenden Rohstoffen – und dem Ziel, sie im Sommer tatsächlich zu bauen.

 

Am Präsentationstag wurden die jeweils drei besten Entwürfe für Pavillon und Bühne ausgezeichnet. Die erstplatzierten Projekte sollen im Sommer im Rahmen einer Summer School von den Studierenden selbst auf dem Gelände der künftigen Gartenschau umgesetzt werden.

 

Insgesamt reichten die zwölf Masterstudierenden der Architektur jeweils sieben Entwürfe für Bühne und Pavillon ein. Die Arbeiten wurden sowohl in Zweierteams als auch einzeln entwickelt. In ihren Präsentationen stellten die Studierenden ihre gestalterischen Ideen, die konstruktive Umsetzung sowie die funktionalen Konzepte vor und beantworteten anschließend die Fragen der Jury. Besonders auffällig ist die große Bandbreite der Ergebnisse, betonte Jonkhans. „Die Entwürfe sind äußerst facettenreich – jedes Projekt liefert eine ganz eigene Antwort auf dieselbe Fragestellung.“

 

Die Jury, bestehend aus den Modulverantwortlichen Prof. Volker Halbach und Maximilian Wendler, Prof. Niels Jonkhans (Dekan der Fakultät Architektur der Technischen Hochschule Nürnberg) Daniel Lindemann (Geschäftsführer GDLA | GORNIK DENKEL Landschaftsarchitektur PartG mbB), Landschaftsarchitektin Anna-Marie Rohr (GDLA) sowie Rüdiger Eckhardt (Geschäftsführer) und Claudia Lenz (Ausstellungsleitung) von der Bayerischen Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH, nahm sich Zeit für eine ausführliche Bewertung. In einer offenen ersten Runde wurde jedes Projekt besprochen, Stärken hervorgehoben und Potenziale aufgezeigt. Die endgültige Entscheidung fiel anschließend in einer zweiten, nicht öffentlichen Jurysitzung. Währenddessen stärkten sich die Studierenden bei einem herzhaften veganen Weihnachtsgericht der Bad Windsheimer GOOD.VOLXKÜCHE.

 

Die Preisverleihung übernahm Prof. Niels Jonkhans, Bad Windsheims Erster Bürgermeister Jürgen Heckel gratulierte den Gewinnerinnen und Gewinnern. Die ausgezeichneten Entwürfe wurden mit einem Preisgeld sowie Fachliteratur gewürdigt. Prof. Halbach machte dabei deutlich, dass der Wettbewerb nicht mit der Preisvergabe endet: „Bevor im Sommer gebaut wird, werden die Siegerentwürfe noch einmal überarbeitet, um die Umsetzung zu garantieren.“ Gerade bei einem Design-Build-Projekt seien Details, Machbarkeit und Materialverfügbarkeit entscheidend. Auch das Thema Sponsoring spiele eine zentrale Rolle. Claudia Lenz sicherte hierfür Unterstützung seitens der Landesgartenschau zu.

Preisträgerinnen und Preisträger – Pavillon der jungen Gartenschau:

  • 3. Platz: Elena Schemm und Leandra Nagl – „Drunter & Drüber“
  • 2. Platz: Clara Kaminsky und Celian Kolb – „Eight“
  • 1. Platz: Son Nguyen – „Stadtgartenbibliothek“
Die Gewinnerinnen und Gewinner mit ihren Entwürfen für den Pavillon der Jungen Gartenschau (v.l.n.r.: Elena Schemm und Leandra Nagl, Bürgermeister Jürgen Heckel, Dekan Niels Jonkhans, Son Nguyen, Clara Kaminsky, Celian Kolb und Volker Halbach)

Preisträgerinnen und Preisträger – Bühne im Kurpark:

  • 3. Platz: Emil Zikarsky – „Harz & Hall“
  • 2. Platz: Son Nguyen – „Spotlight“
  • 1. Platz: Alexander Staedel und Tim Kühnl – „Frame“
Die Gewinnerinnen und Gewinner mit ihren Entwürfen der Bühne im Kurpark (v.l.n.r.: Emil Zikarsky, Volker Halbach, Jürgen Heckel, Tim Kühnl, Alexander Staedel, Maximilian Wendler, Son Nguyen, Dekan Niels Jonkhans)

Zum Abschluss nutzte Bürgermeister Heckel die Gelegenheit, die Einen Sonderpreis erhielt Emil Zikarsky. Sein Entwurf „Grüner Teppich“ wird den Ausstellungsbeitrag von GDLA ergänzen, mit dem sich das Planungsbüro, das für die Konzeption des Ausstellungskonzeptes der Bayerischen Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 verantwortlich ist, auf der Gartenschau präsentieren wird.

Zum Abschluss der Preisverleihung nutzte Bürgermeister Heckel die Gelegenheit, die Preisträgerinnen und Preisträger zum offiziellen Neujahrsempfang der Stadt am 31. Januar einzuladen. Dort sollen die Entwürfe erneut präsentiert werden – als Vorgeschmack auf das, was im Sommer im Landschaftspark und im Kurpark tatsächlich Gestalt annehmen wird.

Presse

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