Knapp 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Gastronomie und Hotellerie folgten am Dienstagabend, 24. Februar, der Einladung der Bayerische Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH ins Gemeindehaus am Holzmarkt. Im Mittelpunkt des Abends stand das gastronomische Konzept der Bayerische Landesgartenschau Bad Windsheim 2027, die vom 29. April bis 3. Oktober 2027 in Bad Windsheim stattfinden wird.
Das Team der Bayerischen Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH stellte den Teilnehmenden allgemeine Informationen zu Daueranlagen, Ausstellungs- und Veranstaltungskonzept vor. Ein besonderer Fokus lag auf den geplanten Gastronomie-Standorten auf dem rund 27 Hektar großen Gelände.
„Noch gibt es Spielraum“
Geschäftsführer Rüdiger Eckhardt eröffnete den Abend und ordnete die Dimension der Gartenschau ein: „Wuppertal wird 2031 eine Bundesgartenschau auf 26 Hektar ausrichten – wir liegen mit 27 Hektar sogar knapp darüber.“
Er ermutigte die Anwesenden, sich aktiv einzubringen: „Wenn Sie jemanden kennen oder selbst jemand sind, der Künstlerisches schafft, etwas sammelt oder präsentieren möchte – treten Sie an uns heran. Wir finden einen Weg, Sie unterzubringen.“
Claudia Lenz, verantwortlich für Ausstellung und Betrieb, stellte anhand des Geländeplans ein Dutzend geplanter Gastro-Standorte vor – teils mobil, teils fest im Gelände verbaut. Ihr Appell an die örtlichen Betriebe: „Kontaktieren Sie uns, wenn Sie eine Idee haben, wo und wie wir Sie einbringen können. Noch gibt es Spielraum. Sagen Sie uns, wo Sie Potenzial sehen.“
Erfahrungsbericht aus Heilbronn
Als Gastredner berichtete Christian Schmierer von seinen Erfahrungen bei der Bundesgartenschau 2019 Heilbronn, wo er unter anderem für die Koordination der Gastronomie verantwortlich war. Der 35-jährige Gastronom aus der Region Heilbronn schilderte anschaulich die Abläufe, Herausforderungen und Chancen einer Beteiligung.
Seine zentrale Botschaft: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, aktiv zu werden. Noch könnten Rahmenbedingungen im Dialog abgestimmt und justiert werden. Mit der offiziellen Ausschreibung der Gastronomie – bei Gartenschauen ein Standardverfahren mit klaren Vergaberichtlinien – ist der Spielraum dann deutlich eingeschränkt.
Schmierer machte zugleich deutlich, dass Gastronomie auf einer Gartenschau ein anspruchsvolles Geschäft ist, das Engagement, Flexibilität und vor allem eine gute Planung erfordert. Auch in Heilbronn sei nicht von Beginn an alles reibungslos verlaufen. Doch durch enge Abstimmung und gute Kommunikation habe man nachjustieren können – am Ende sei die Veranstaltung für alle Beteiligten ein Erfolg gewesen. Eine ähnliche Entwicklung erwartet er auch für Bad Windsheim.
Potenzial weit über das Gelände hinaus
Chancen sieht Schmierer nicht nur für Betriebe auf dem Ausstellungsgelände. Auch die Gastronomie und Hotellerie in der Stadt profitiere erfahrungsgemäß deutlich vom zusätzlichen Besucheraufkommen. In Heilbronn seien Übernachtungszahlen spürbar gestiegen, viele Gäste hätten zusätzlich die Innenstadt besucht und dort gastronomische Angebote genutzt.
Sein Fazit: „Auch außerhalb des Gartenschaugeländes braucht es eine gute gastronomische Ausstattung – die Menschen halten sich immer auch in der Stadt auf.“
Am Ende des Abends waren sich alle einig: Die Landesgartenschau 2027 bietet große Chancen für die lokale Gastronomie und Hotellerie – und damit einen nachhaltigen Mehrwert für die gesamte Stadt.
Freuen sich über das rege Interesse: v.l.n.r. Rüdiger Eckhardt, Claudia Lenz und Gastredner Christian Schmierer