Unsere Gartenschau-Koryphäe Hanne Roth gibt Ihnen monatlich Tipps für Ihre eigene grüne Oase - egal ob im Garten, auf dem Balkon oder dem Fensterbrett.
Ausgabe: Juli
Hanne Roths Profitipp: Jetzt durchdringend wässern
Bei diesen Temperaturen ist das Gießen besonders wichtig, weil die Pflanzen deutlich mehr Wasser verlieren. Um sich selbst vor der Hitze zu schützen, verdunsten die Pflanzen über die Blätter jetzt mehr Wasserdampf (Transpiration). Spannende Randinfo: Diese Verdunstungskühle empfinden wir so angenehm in der Nähe von Pflanzen.
Gut zu wissen: Einmal tiefgründig gießen, sodass das Wasser 15–20 cm tief in den Boden eindringt, ist wirksamer als mehrmals kleine Mengen zu geben. Dabei möglichst direkt den Wurzelbereich gießen und die Blätter nicht benetzen. Eine Mulchschicht aus organischem oder mineralischem Material hilft, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten.
Kübelpflanzen benötigen oft deutlich häufiger Wasser als Pflanzen im Freiland. Hier empfiehlt es sich gezielt mit Untersetzern zu arbeiten. Aber Vorsicht: nicht alle Pflanzen mögen nasse Füße!
Richtig gießen
Früh morgens (idealerweise zwischen 5 und 9 Uhr) ist die beste Zeit:
Der Boden ist noch kühl, das Wasser kann gut einsickern, die Pflanze hat genügend Feuchtigkeit für den heißen Tag und es verdunstet deutlich weniger Wasser als später am Tag. Falls das nicht möglich ist, kann auch am späten Abend gegossen werden.
Weitere Arbeiten
Öfter blühende Rosen werden nach dem ersten Flor zurückgeschnitten, unterhalb der alten Blüte, kurz über dem nächsten fünfblättrigen Trieb. Durch den Schnitt wird die Rose angeregt neue Triebe mit Blüten zu bilden. Schwache Triebe werden stärker zurückgeschnitten als starke. Schwächelt Ihre Pflanze, hilft es nachzudüngen oder Mykorrhiza auszubringen.
Lavendel schneiden: Abgeblühter Lavendel wird jetzt zurückgeschnitten. Je nach Sorte bildet sich ein zweiter Flor.
Sonstiger Rückschnitt: Wichtig ist dieser Rückschnitt auch bei Katzenminze, Storchschnabel und Gartensalbei. Schneiden Sie die Stauden je nach Sorte etwa eine Handbreit über dem Boden oder höher ab.
Staudenstützen: Hohe Stauden wie Rittersporn, Herbstastern und Sonnenbraut benötigen unter Umständen Pflanzenhalter gegen Windbruch.
Ein Profitipp zum Schluss: Pflanzen Sie trockenheitsresistente Pflanzen in Ihrem Garten. Sogenannte Trockenkünstler sind ab dem zweiten Standjahr robust und tolerieren Hitze-Phasen mit wenig Niederschlag.